„Kinder sind so unverwüstlich, solange man sie nicht umbringt.“
Zum 27. Januar 2025 bekamen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte über vier Wochen in einer digitalen Ausstellung die Lebensgeschichten der 48 Kinder der dritten Klasse der Jüdischen Volksschule München im Schuljahr 1937/38 sowie einiger ihrer Familienangehörigen erzählt.
Elf der Kinder und ihr Lehrer wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Jedoch beinahe jedes Kind, dem mit seiner Familie noch die Flucht aus Deutschland gelang, musste erleben, dass die Nationalsozialisten Mitglieder seiner Familie – Oma, Opa, Großonkel, Großtante oder Onkel, Tante, Cousins, Cousinen, Papa, Mama – umbrachten.
Charlotte Knobloch bezeichnete im November 2024 das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus als ein „Krafttraining für die Muskeln der Demokratie“. Nur wer weiß und versteht, was ohne eine Demokratie an Unmenschlichkeit möglich wird, wird unsere vorhandene Demokratie verteidigen, um ein menschliches Miteinander zu bewahren.
„Was wir nicht verteidigen, das werden wir verlieren.“
Renate Taube
